allgemeine Infos



Informationen zum mittleren Schulabschluss an der Christian-Sammet-Schule Pegnitz

Mittlerer Reife Zug

Die Christian-Sammet-Schule Pegnitz konnte im Schuljahr 2000/2001 zum ersten Mal einen mittleren Schulabschluss anbieten. Sie gehört zu den Schulen in Bayern, an denen begabten und lernwilligen Hauptschülern die Möglichkeit geboten wird, in einem M-Zug von der 7. bis zur 10. Klasse die mittlere Reife zu erwerben. Diese ist allen Abschlüssen mit dieser Bezeichnung gleichgestellt und verleiht die gleichen Berechtigungen. Mit ihr treten die Absolventen ihre berufliche Ausbildung an oder können eine erneut weiterführende Schule (Fachoberschule, Berufsoberschule, Fachakademie ) besuchen.

Schülerinnen und Schüler, die den M-Zug unserer Schule besuchen, wollen müssen sich also darüber im Klaren sein, dass die unterrichtlichen Anforderungen erheblich sind und ein hohes Maß an Disziplin, persönliches Engagement und Arbeitseifer voraussetzen. Auch von den Erziehungsberechtigten erwarten wir eine Mitsorge beim unterrichtlichen Fortkommen. Das Zeugnis der Hauptschule Pegnitz über die mittlere Reife ist der Lohn.
Bei ernsthaften Schwierigkeiten ist der Wechsel zurück in die Regelklasse oder die Beendigung des freiwilligen Schulbesuchs jederzeit möglich.

Grundlagen des Unterrichts

sind die Stundentafel und der Lehrplan der Hauptschule. Die Themen und die Lernbereiche stimmen also mit denen der Regelklassen überein. Das Anforderungsniveau orientiert sich jedoch am mittleren Schulabschluss und fällt demgemäß deutlich höher aus.
Die Lerninhalte werden vertieft und ausgeweitet. Die Komplexität der Aufgaben, der erforderliche Grad an Lern- und Lösungsstrategien, an Selbstständigkeit als auch das Arbeitstempo sind deutlich erhöht.
Vor allem in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik orientiert sich unser Unterricht an dem allgemeinen Standard der mittleren Reife. Einen "Abschluss zweiter Klasse" wird es also nicht geben. Dazu ein paar Hinweise:
Deutsch: Problembezogene Textanalyse und Erörterung, Referat, Interpretation; literarische Formen verschiedener Epochen, wesentliche Regeln der deutschen Grammatik und Orthographie, Diskussionsfähigkeit;
Englisch: Fähigkeit sich auf Englisch verständlich zu machen. Beherrschung des Grund- und eines begrenzten Aufbauwortschatzes sowie wichtiger grammatikalischer Strukturen; Umgang mit dem Wörterbuch, Hörverstehen, Sprechfertigkeit, Texterfassung und schriftlicher Ausdruck die der Kommunikation mit einem "native Speaker " genügen
Mathematik: Bruch, Dezimal, Gleichungs- und algebraisches Rechnen; negative rationale, reelle Zahlen; Potenzen, Wurzeln, Binome, lineare und quadratische Gleichungssysteme, Wachstumsfunktion, zentrische Streckung, Grundkonstruktionen; Körper bis Kugel; Trigonometrie;

Fächer des Lernfeldes Arbeitslehre

Der gewerblich-technische Bereich vermittelt Fähigkeiten im planenden und praktischen Umgang mit Material und Werkzeug sowie mit computerunterstütztem Zeichnen ( CAD )
Im kaufmännisch-bürotechnischen Bereich erwirbt man Kenntnisse zu Textsystemen, Datenverarbeitung, Büroorganisation und elektronischer Kommunikation,
Der hauswirtschaftlich -soziale Bereich vermittelt Qualifikationen, die für eine gesunde, kreative Ernährung und für das Wirtschaften in verschiedenen Haushalten von Bedeutung sind.


Zugangsvoraussetzungen
M7

Ohne Prüfung ist der Zugang mit einem Notendurchschnitt von 2,33 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik im Zwischenzeugnis der 6.Klasse möglich. In begründeten Einzelfällen kann auf Antrag der Erziehungsberechtigten die Lehrerkonferenz auch bei 2,66 und schlechter über die Aufnahme entscheiden.
Das M-Konzept ist offen für Späteinsteiger. Der Übertritt ist auch noch in der achten und neunten Klasse möglich.

M8/M9

Die Eingangsvoraussetzungen liegen hier aber bei einem Durchschnitt von 2,0 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Auch hier kann die Lehrerkonferenz bei 2,33 oder schlechter im Einzelfall und auf Antrag eine Ausnahmeentscheidung treffen.

M10

Mit dem Abschluss der M9 erreicht man automatisch die M10 Wer aus einer 9. Regelklasse kommt, der muss neben der Mindestbewertung 2,33 im Zeugnis über den qualifizierenden Abschluss (Quali) in Deutsch, Englisch und Mathematik mindestens den Durchschnitt von 2,0 vorlegen um in die M10 zu kommen. Bei Schülern, die diese Voraussetzung nicht erfüllen, müssen ein Gutachten der abgebenden Schule sowie eine Aufnahmeprüfung die Eignung begründen und nachweisen.

Vorrücken, Prüfungen, mittlerer Schulabschluss

Vorrückungsfächer

Alle Fächer, einschließlich Religion und Ethik, mit Ausnahme des Faches Sport, sind Vorrückungsfächer.

Prüfungsfächer

Die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch (bzw. abweichende Fremdsprache) sowie Arbeitslehre oder das Wahlfach ( GtB, KtB, HsB ) sind Prüfungsfächer.
Bei der Ermittlung der Zeugnisnote für den mittleren Abschluss gibt die Prüfungsnote den Ausschlag. Die Voraussetzungen für das Bestehen der Mittleren Reife sind erreicht, wenn in den Prüfungs- und Vorrückungsfächern mindestens ausreichende Leistungen und höchstens einmal die Note 5 erzielt werden. Nicht bestanden hat, wer die Note 6 in einem oder die Note 5 in zwei Fächern oder die Note 6 in Deutsch erhält.
Notenausgleich kann gewährt werden, wenn in einem Vorrückungsfach die Note 1 oder in zweien die Note 2 oder in drei Fächern die Note 3 erzielt wurde. Die Note 6 in Deutsch kann nicht ausgeglichen werden. Ein rechtlicher Anspruch auf Notenausgleich besteht nicht.
Ein nicht bestandenes 10. Schuljahr kann auf Antrag (die Schuljahre 7 bis 9 nur im Ausnahmefall) wiederholt werden.

Quali in der M9

Jeder Schüler der M-Klasse kann am qualifizierenden Hauptschulabschluss teilnehmen. Um die Schüler durch das höhere Anforderungsniveau der M9 nicht zu benachteiligen, werden die Jahresfortgangsnoten nicht mit in die Bewertung mit einbezogen.